Inhalt:
- Was genau ist die Minimalismus-Challenge?
- Meine Erfahrung mit der Challenge
- Warum ich die Challenge wirklich empfehlen kann
- Meine Tipps, wenn du die Challenge ausprobieren willst
- Eins nach dem anderen
1. Was genau ist die Minimalismus-Challenge?
Die Idee hinter der Minimalismus-Challenge ist schnell erklärt. Du sortierst jeden Tag so viele Dinge aus, wie der Tag im Monat vorgibt. Tag eins ein Teil, Tag zwei zwei Teile, Tag drei drei Teile. Das Ganze machst du einen Monat lang. Rechnet man alles zusammen, kommt man nach 31 Tagen auf stolze 496 Teile.
Was ich daran so mag: Du musst nicht mit System anfangen und erst einen Plan ausarbeiten, sondern kannst einfach loslegen und dich durch dein Zuhause arbeiten, so wie es für dich passt.
2. Meine Erfahrung mit der Challenge
Am Anfang war ich sehr skeptisch, aber die ersten Tage waren dann doch ganz leicht. Ich hatte schnell ein paar Dinge aus der Küche, alte Deko und Kleinkram aus Schubladen (auf dem Foto oben, kannst du ein paar unsere aussortierten Teile sehen). Aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich dachte, dass es jetzt aber echt schwierig wird, aber dann ist etwas Spannendes passiert:
Je länger die Challenge schon ging, desto mehr bin ich in’s Aussortieren reingekommen. Mein Blick hat sich irgendwie verändert. Ich habe plötzlich viel schneller viel mehr Dinge gesehen, die wir eigentlich gar nicht nutzen. Dinge, die seit Jahren im Keller standen. Sachen, die wir aufbewahrt haben, weil ich dachte, dass wir sie irgendwann vielleicht noch brauchen könnten. Aber wenn wir mal ehrlich sind: Dieses Irgendwann kommt doch oft nie. An ein paar Tagen hatte ich sogar schon Teile gefunden, die ich dann für den nächsten Tag genutzt habe.
Ich habe während der Challenge bewusst keine emotionalen Erinnerungsstücke aussortiert, weil ich noch nicht an diesem Punkt war. Sondern wirklich viel so Kram. Am Ende habe ich tatsächlich alle Tage durchgezogen.
An einem der letzten Tage habe ich aber digital aussortiert und zum Beispiel alte Downloads und Dateien vom Handy gelöscht, weil es in der Wohnung zu schwierig war. Auch das habe ich für mich gezählt. Ballast ist Ballast, egal ob digital oder physisch.
Was mir sehr geholfen hat: Ich habe jeden Tag fotografiert, was gegangen ist. Als ich mir die Bilder am Ende noch einmal angeschaut habe, war ich ehrlich gesagt selbst überrascht, wie viel sich angesammelt hatte. Dinge, die mir vorher gar nicht bewusst waren und ich war ganz schön stolz auf mich.
3. Warum ich die Challenge wirklich empfehlen kann
Ich finde die Minimalismus-Challenge besonders hilfreich, wenn man bisher wenig oder gar nicht ausgemistet hat. Trotz der großen Zahl an Dinge, die dabei aussortiert werden ist sie meiner Meinung nach ein toller Einstieg. Sie bringt dich nämlich ins Tun und genau das Anfangen ist oft der schwierigste Teil.
Mit jedem Tag wuchs mein Vertrauen in meine eigene Entscheidung. Ich hab gemerkt, dass nichts Schlimmes passiert, wenn die Dinge gehen. Im Gegenteil, es wurde immer leichter.
4. Meine Tipps, wenn du die Challenge ausprobieren willst
Du brauchst keine Vorlage oder keinen fancy Planer. Trag dir die Anzahl der Teile einfach in deinen normalen Kalender ein oder mache dir eine Liste mit den Zahlen eins bis 31 und dann hake jeden erledigten Tag ab. Erlaubt ist alles, was dir hilft dranzubleiben.
Mach dir keinen Druck, perfekte Kategorien zu finden. Aussortieren darf einfach sein. Leg einfach mal los und lass dich überraschen.
Falls es dir schwer fällt planlos durch die Wohnung zu tigern, dann kannst du natürlich auch versuchen mit System vorzugehen und dich z.B. von Raum zu Raum und im Raum von Schrank zu Schrank durchzuarbeiten.
Fotografiere die Dinge, die gehen. Das motiviert unglaublich und macht den Fortschritt sichtbar.
5. Eins nach dem anderen
Wenn dich die Challenge beim Lesen erst einmal überfordert, dann nimm dir bitte den Druck raus. Auch bei mir hat es ein paar Tage gedauert, bis ich wirklich im Flow war. Fang einfach an. Der Rest ergibt sich oft von selbst. Und wenn du mal einen Tag nicht schaffst, dann mach einen Tag Pause. Dann kommst du eben erst ein paar Tagen später an dein Ziel. 496 Teile weniger sind auch nach 50 Tagen ein großer Erfolg
Für mich war die Minimalismus-Challenge ein toller Einstieg in’s Ausmisten. Sie hat mir geholfen, meinen Blick zu schärfen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel unnötiger Ballast sich bei uns angesammelt und lange versteckt hat. Und dieses geschaffene Bewusstsein macht die Challenge für mich auch so wertvoll.
Wenn du Lust hast, deinen Besitz zu reduzieren und ein anderes Bewusstsein für deine Gegenstände zu bekommen, kann ich dir diese Challenge von Herzen empfehlen.
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