Grundregeln Ordnung Ausmisten Routinen

3 Ordnungsgrundregeln und wie du sie umsetzen kannst

Vielleicht hast du schon einige Regeln oder Grundsätze gelesen oder gehört, die für Ordnung sorgen sollen. Gerade online gibt es ja eine Vielzahl an Tipps, aber manchmal kann es auch verwirrend sein. Was genau ist denn jetzt die eine richtige Grundregel für ein ordentliches Zuhause?

Ich muss dir an dieser Stelle leider sagen, dass es diese eine allgemeingültige Regel nicht gibt, aber ich kann dir meine persönlichen drei Grundregeln mitgeben, die bei mir und auch schon bei vielen anderen geholfen haben, langfristig für eine nachhaltigere Ordnung Zuhause zu sorgen.

 

Inhalt:

  1. Grundregel: Ausmisten und Besitz reduzieren
  2. Grundregel: Gib den Dingen einen festen Platz
  3. Grundregel: Finde alltagstaugliche Routinen
  4. Fazit: Eins nach dem anderen

 

1. Grundregel: Ausmisten und Besitz reduzieren

Ich weiß, das hören die wenigsten gern, aber der erste Schritt zu mehr Ordnung ist fast immer das Ausmisten. Und nein, das bedeutet nicht, dass du minimalistisch leben musst oder nur noch zehn Teile im Schrank besitzen darfst. Es bedeutet vielmehr, dass du genau hinschaust.

Zu viele Dinge sorgen schnell für Chaos, Stress und ganz nebenbei für unglaublich viel zusätzliche Arbeit. Dinge, die nicht genutzt werden, wollen trotzdem aufgeräumt, sortiert und gepflegt werden. Ordnung schaffen macht nur mit Gegenständen Sinn, die du auch wirklich brauchst oder liebst.

Frag dich bei jedem Bereich: Nutze ich das wirklich regelmäßig oder liegt es hier nur, weil ich es irgendwann mal gebrauchen könnte. Genau dieses Irgendwann tritt häufig nie ein und ist oft der größte Ordnungsfresser.

Überlege dir bevor du mit dem Aussortieren startest, welcher Typ du bist. Manche Menschen kommen besser mit regelmäßigen kleinen Ausmistzeiten zurecht. Andere brauchen ein größeres Zeitfenster und machen dafür eine große Ausmistaktion. Beides ist völlig okay. Wichtig ist nur, dass du einen Weg findest, der zu dir und deinem Alltag passt.

Ich empfehle dir aber etwas strukturiert vorzugehen. Mache dir vielleicht eine Liste und arbeite dich durch dein Zuhause und denke bitte daran, dass das oft nicht innerhalb von ein paar Tagen erledigt ist. Ich sortiere Stand 2026 schon seit zwei Jahren regelmäßig aus und finde doch immer wieder etwas, was unseren Haushalt verlassen darf. Das soll dich jetzt aber bitte nicht demotivieren! Ich denke, es ist ganz normal, dass sich besonders mit Kindern regelmäßig neue Gegenstände in das Zuhause einschleichen und dann vielleicht doch nicht benutzt werden. Das gehört dazu und wenn es nicht mehr genutzt wird, darf es eben wieder aussortiert werden.

 

2. Grundregel: Gib den Dingen einen festen Platz

Damit durch regelmäßiges Aufräumen auch wirklich Ordnung entstehen kann, brauchen die Dinge einen festen Platz. Ohne festen Platz kann dein Zuhause gar nicht langfristig ordentlich bleiben. Wie auch, wenn du jeden Tag neu überlegen musst, wo das Teil am besten hinkommt.

Wenn Dinge keinen festen Platz haben, werden sie oft irgendwo abgelegt und wandern ständig herum. Heute liegt es hier, morgen dort. Das Ergebnis ist häufiges Suchen und das Gefühl, dass es nie richtig ordentlich ist, obwohl man doch so viel Zeit mit Aufräumen verbringt.

Starte am besten klein. Eine Küchenschublade, ein Regal oder eine Kiste im Flur. Räume alles komplett aus, sortiere aus und gib den verbleibenden Dingen einen sinnvollen festen Platz. Sinnvoll heißt hier nicht, dass es super schön aussehen muss, sondern dass der Ort praktisch ist. Am besten dort, wo du den Gegenstand auch wirklich nutzt.

Je logischer und einfacher der Platz, desto wahrscheinlicher ist es, dass du die Sache auch wieder dorthin zurücklegst.

 

3. Grundregel: Finde alltagstaugliche Routinen

Ordnung zu schaffen ist das eine. Sie zu halten ist die eigentliche Herausforderung und genau hier kommen Routinen ins Spiel.

Du brauchst keine komplizierten Putzpläne oder Regeln. Du brauchst kleine, realistische Gewohnheiten, die zu dir, deinem Alltag und deiner Familie passen. Sonst wird Ordnung wieder schnell ein zusätzlicher Stressfaktor im Alltag.

Eine einfache Routine kann zum Beispiel sein, Dinge nach der Nutzung direkt wieder an ihren festen Platz zu bringen. Nicht gleich, später oder irgendwann, sondern möglichst sofort. Das kann natürlich nur funktionieren, wenn das Ding auch einen festen Platz hat, sonst landet es wieder irgendwo. Eine weitere Routine könnte sein, dass ihr euch als Familie gemeinsam nach dem Abendessen einen Timer auf fünf oder zehn Minuten stellt und jeder räumt einen kleinen Bereich auf. Zehn Minuten klingen vielleicht erstmal nach wenig, können aber extrem effektiv sein, wenn sie regelmäßig stattfinden. So entstehen selten große Aufräumaktionen und Ordnung ist schneller wieder hergestellt.

Ich schnappe mir manchmal die Kinder und wir überlegen zusammen, wieviele Aufräumlieder wir wohl brauchen bis das Spielzeug wieder aufgeräumt ist und dann legen wir alle motiviert los und wollen natürlich schneller sein als die Musik aus ist. Klappt meist ganz gut.

Nicht jede Routine passt aber zu jedem und jeder Familie. Probiere dich aus und starte mit ein bis zwei Routinen, die dir leicht fallen.

 

Fazit: Eins nach dem anderen und nicht alles auf einmal

Am besten setzt du diese drei Grundregeln nacheinander um, da sie aufeinander aufbauen. Weniger Besitz macht langfristige Ordnung oft überhaupt erst möglich und ist für viele der erste wirklich sinnvolle Schritt. Feste Plätze und einfache Routinen sorgen anschließend dafür, dass Ordnung im Alltag leichter gehalten werden bzw. schneller aus dem Chaos wieder Ordnung werden kann.

Wichtig ist vor allem, dass du dir keinen Perfektionsanspruch auferlegst. Ordnung darf und sollte sich deinem Leben anpassen und nicht umgekehrt. Es geht nicht darum, dass dein Zuhause immer aussieht wie im Katalog, sondern darum, dass du leicht wieder für Ordnung sorgen kannst. Gerade mit Kindern lohnt es sich, die eigenen Ansprüche an Ordnung vielleicht nochmal ehrlich zu hinterfragen, was im Alltag realistisch ist.

Wenn du Schritt für Schritt vorgehst und dir alltagstaugliche Routinen aufbaust, wird es dir möglich sein Ordnung in deinen Alltag zu integrieren. Gib dir Zeit, die ersten Veränderungen brauchen manchmal ein wenig, aber du wirst sie sehen und spüren, wenn du dran bleibst.

Viel Erfolg.

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