Kennst du das Gefühl, dass du eigentlich ständig am Aufräumen bist und es trotzdem nie wirklich ordentlich aussieht? Du räumst hier etwas weg, sortierst dort eine Ecke und zwei Tage später ist wieder alles wie vorher. Genau das ist der Punkt, an dem viele denken sie seien einfach nicht ordentlich genug oder hätten kein Talent dafür. Spoiler vorweg: Ordnung hat nichts mit Talent zu tun. Ordnung kannst du wirklich lernen.
Dafür habe ich dir diese drei Ordnungsgrundregeln aufgeschrieben. Sie sind nicht dafür da, dass du eine Ordnung a la Pinterest bekommst. Sie sind alltagstauglich, familienkompatibel und funktionieren mit der Zeit auch dann, wenn das Leben mal wieder ein bisschen chaotischer ist.
1. Grundregel: Ausmisten und Besitz reduzieren
Ich weiß, das hört niemand gern, aber der erste Schritt zu mehr Ordnung ist fast immer das Ausmisten. Und nein, das bedeutet nicht, dass du minimalistisch leben musst oder nur noch zehn Teile im Schrank besitzen darfst. Es bedeutet vielmehr, dass du ehrlich hinschaust.
Zu viele Dinge sorgen für Chaos, Stress und ganz nebenbei für unglaublich viel zusätzliche Arbeit. Dinge, die nicht genutzt werden, wollen trotzdem aufgeräumt, sortiert und gepflegt werden. Ordnung schaffen macht nur mit Gegenständen Sinn, die du auch wirklich brauchst oder liebst.
Frag dich bei jedem Bereich: Nutze ich das wirklich regelmäßig oder liegt es hier nur, weil ich es irgendwann mal gebrauchen könnte. Genau dieses Irgendwann ist oft der größte Ordnungsfresser.
Überlege auch, welcher Typ du bist. Manche Menschen kommen besser mit regelmäßigen kleinen Ausmistzeiten zurecht. Andere brauchen ein größeres Zeitfenster und machen dafür eine große Ausmistaktion. Beides ist völlig okay. Wichtig ist nur, dass du einen Weg findest, der zu deinem Alltag passt und nicht zusätzlichen Druck erzeugt.