Minimalismus Challenge

Minimalismus-Challenge: Meine persönlichen Erfahrungen und Tipps

Vielleicht hast du schon mal von der Minimalismus-Challenge gehört. Ein Monat, jeden Tag ein Teil mehr aussortieren. Am ersten Tag ein Teil, am zweiten zwei, am dritten drei und so weiter. Am Ende des Monats sind es fast 500 Dinge, die das Zuhause verlassen haben. Als ich davon zum ersten Mal gehört habe, hatte ich ehrlich gesagt ziemlich Respekt. Vor allem vor den letzten Tagen. Dreißig Teile aussortieren? Einunddreißig? Ich war mir sehr sicher, dass es eine große Herausforderung wird und mir irgendwann vielleicht nichts mehr einfallen würde.

Trotzdem habe ich ohne große Vorbereitung und ohne Vorlage einfach mal angefangen. Lass dich überraschen, wie es bei mir gelaufen ist.

Inhalt:
  1. Was genau ist die Minimalismus-Challenge?
  2. Meine Erfahrung mit der Challenge
  3. Warum ich die Challenge wirklich empfehlen kann
  4. Meine Tipps, wenn du die Challenge ausprobieren willst
  5. Eins nach dem anderen

 

Was genau ist die Minimalismus-Challenge?

Die Idee hinter der Minimalismus-Challenge ist schnell erklärt. Du sortierst jeden Tag so viele Dinge aus, wie der Tag im Monat vorgibt. Tag eins ein Teil, Tag zwei zwei Teile, Tag drei drei Teile. Das Ganze machst du einen Monat lang. Rechnet man alles zusammen, kommt man anach 31 Tagen auf stolze 496 Teile.

Was ich daran so mag: Du musst nicht dein ganzes Zuhause strukturiert auf einmal umkrempeln. Du musst keine großen Entscheidungen treffen oder stundenlang ausmisten. Du gehst Schritt für Schritt vor und machst jeden Tag ein kleines bisschen. Und genau das macht diese Challenge so alltagstauglich.

 

Meine Erfahrung mit der Challenge

Am Anfang war ich sehr skeptisch, aber die ersten Tage waren dann doch ganz leicht. Ein paar Dinge aus der Küche, alte Deko, Kleinkram aus Schubladen. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich dachte: Jetzt wird es schwierig. Und genau da ist etwas Spannendes passiert.

Je länger die Challenge schon ging, desto mehr bin ich in’s Aussortieren reingekommen. Mein Blick hat sich irgendwie verändert. Ich habe plötzlich viel schneller viel mehr Dinge gesehen, die wir eigentlich gar nicht nutzen. Dinge, die seit Jahren im Keller standen. Sachen, die man aufbewahrt, weil man sie irgendwann vielleicht noch brauchen könnte. Und ganz ehrlich: Dieses Irgendwann kommt oft nie. An ein paar Tagen hatte ich sogar schon Teile gefunden, die ich dann für den nächsten Tag genutzt habe.

Ich habe während der Challenge bewusst keine emotionalen Erinnerungsstücke aussortiert, weil ich noch nicht an diesem Punkt war. Sondern wirklich viel so Kram. Am Ende habe ich tatsächlich alle Tage durchgezogen. An einem der letzten Tage habe ich zum Beispiel alte Downloads und Dateien vom Handy gelöscht, weil mir in der Wohnung nichts Sinnvolles mehr eingefallen ist. Auch das habe ich für mich gezählt. Ballast ist Ballast, egal ob digital oder physisch.

Was mir sehr geholfen hat: Ich habe jeden Tag fotografiert, was gegangen ist. Als ich mir die Bilder am Ende noch einmal angeschaut habe, war ich ehrlich gesagt selbst überrascht, wie viel sich angesammelt hatte. Dinge, die mir vorher gar nicht bewusst waren. Und ich war ganz schön stolz auf mich.

 

Warum ich die Challenge wirklich empfehlen kann

Ich finde die Minimalismus-Challenge besonders hilfreich, wenn man bisher wenig oder gar nicht ausgemistet hat. Trotz der großen Zahl an Dinge, die dabei aussortiert werden ist sie meiner Meinung nach ein toller Einstieg. Sie bringt dich nämlich ins Tun und genau das ist oft der schwierigste Teil.

Mit jedem Tag wuchs mein Vertrauen in die eigene Entscheidung. Ich hab gemerkt, dass nichts Schlimmes passiert, wenn Dinge gehen. Im Gegenteil, es wurde immer leichter.

 

Meine Tipps, wenn du die Challenge ausprobieren willst

Du brauchst keine Vorlage oder keinen fancy Planer. Trag dir die Anzahl der Teile einfach in deinen normalen Kalender ein oder notiere sie dir kurz. Erlaubt ist alles, was dir hilft dranzubleiben.

Mach dir keinen Druck, perfekte Kategorien zu finden. Aussortieren darf einfach sein. Leg einfach mal los und lass dich überraschen.

Falls es dir schwer fällt planlos durch die Wohnung zu tigern, dann kannst du natürlich auch versuchen mit System vorzugehen und dich z.B. von Raum zu Raum und im Raum von Schrank zu Schrank durchzuarbeiten.

Fotografiere die Dinge, die gehen. Das motiviert unglaublich und macht den Fortschritt sichtbar.

 

Eins nach dem anderen

Wenn dich die Challenge beim Lesen erst einmal überfordert, dann nimm dir bitte den Druck raus. Auch bei mir hat es ein paar Tage gedauert, bis ich wirklich im Flow war. Fang einfach an. Ein Teil. Zwei Teile. Der Rest ergibt sich oft von selbst.

Für mich war die Minimalismus-Challenge ein toller Einstieg in’s Ausmisten. Sie hat mir geholfen, meinen Blick zu schärfen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel unnötiger Ballast sich bei uns angesammelt und lange versteckt hat. Und dieses geschaffene Bewusstsein macht die Challenge für mich auch so wertvoll.

Wenn du Lust hast, deinen Besitz zu reduzieren und ein anderes Bewusstsein für deine Gegenstände zu bekommen, kann ich dir diese Challenge von Herzen empfehlen.

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