Chaos Ordnung Routinen finden

Haushalt organisieren an absoluten Chaostagen

Wer kennt sie nicht? Diese Tage, an denen du morgens motiviert aufwachst und noch voll den Plan für den Tag hattest, dann das Kind weckst und es Fieber hat. Düdüm, das war‘s dann wohl mit dem Plan. Keine Grundreinigung des Badezimmers nach der Arbeit bevor das Kind aus der Kita kommt, kein Kleiderschrank aussortieren an einem Tag und kein aufräumen und putzen von der Küche, die noch vom Vorabend aussieht, wie sie eben aussieht.

Die Tage kennen Eltern wahrscheinlich alle und oft sind es dann ja gleich zwei oder drei Tage am Stück aus den unterschiedlichsten Gründen.

Was den Haushalt angeht, halte ich mich dann auch nicht mehr komplett an meinen Haushaltsplan aka Lieblingsordnungssystem. Ich setze Prioritäten und versuche einen Großteil der Routinen umzusetzen, damit das Chaos nicht überhand nimmt.

In diesem Blogartikel stelle ich dir sieben Ideen für Haushaltsroutinen vor, die für mich die Basis für einen ordentlichen Haushalt sind. An stressigen Tagen setze ich aber auch da Prioritäten und setze nicht alle um, was völlig fein ist und trotzdem sorgen sie für eine Grundordnung und –sauberkeit.

 

Inhalt:

  1. Betten machen
  2. Spülmaschine
  3. Wäschechek
  4. Badcheck
  5. Hotspots
  6. Küche
  7. Aufräumen
  8. Zum Schluss noch etwas Wichtiges

 

1. Betten machen

Das Bettenmachen ist für mich kein reines Ordnungsthema, sondern auch ein Kopfthema. Es geht schnell und ich habe direkt einen Raum im Haushalt abgehakt. Da das Bett oft der größte Gegenstand im Raum ist, wirkt der ganze Raum deutlich ordentlicher. Das motiviert und setzt einen positiven Fokus für den Tag.

 

2. Die Spülmaschine einmal täglich ausräumen

Eine ausgeräumte Spülmaschine ist im Alltag Gold wert. Idealerweise ist sie morgens leer, sodass schmutziges Geschirr tagsüber direkt hinein kann. Das verhindert, dass sich Teller, Gläser und Besteck in der Küche stapeln und du alles noch ein zweites Mal in die Hand nehmen musst.

 

3. Ein täglicher Wäschecheck statt riesiger Wäscheberge

Das heißt nicht, dass jeden Tag gewaschen werden sollte, sondern jeden Tag kurz nach der Wäsche zu schauen, also den aktuellen Stand zu checken. Gibt es heute genug Wäsche für eine Maschine? Wenn ja, dann wird sie direkt gestartet und zeitnah getrocknet. Zusammengelegt und aufgeräumt werden kann sie auch erst am nächsten Tag. So entstehen gar nicht erst diese riesigen Wäscheberge. 

 

4. Der schnelle Badcheck ohne großen Aufwand

Einmal kurz ins Bad schauen, Zahnpastaspuren im Waschbecken entfernen, einen Blick in die Toilette werfen und grobe Dinge direkt erledigen. Damit meine ich keinen großen Badputz, sondern einfach die schlimmsten Spuren im Waschbecken und in der Toilette zu beseitigen. Das Bad fühlt sich danach sofort sauberer an, ohne dass viel Zeit investiert wurde. 

Damit die Hürde nicht so groß ist, kann ich dir empfehlen immer ein Mikrofasertuch im Bad griffbereit zu haben.

 

5. Hotspots im Blick behalten

Jede Wohnung hat Bereiche, an denen sich Chaos und Krümel besonders schnell sammeln. Bei uns sind das der Sand im Flur und die Krümel unter dem Esstisch. Statt direkt die ganze Bude staubzusagen, reicht es völlig, diese Hotspots zu fegen oder staubzusaugen. Das sorgt direkt dafür, dass die Wohnung insgesamt sauberer wirkt.

Ich finde dafür übrigens einen Handstaubsauger super praktisch. Der ist klein und ich kann damit schnell auch mal die Krümel vom Tisch saugen.

 

6. Die Küche abends aufgeräumt hinterlassen

Eine halbwegs aufgeräumte Küche am Abend ist ein Geschenk an das eigene Ich am nächsten Morgen. Du wirst dir selbst danken. Arbeitsflächen frei und Spülmaschine angestellt. Das reicht schon. Du brauchst nicht die Spüle jeden Abend zu polieren und alles abzutrocknen und zu verräumen. Das kann ruhig stehen bleiben und trotzdem hast du einen entspannteren Start in den nächsten Tag.

 

7. Aufräumen mit Timer

Diese Routine mag ich besonders, weil sie fast ein bisschen Spaß macht. Den Timer auf fünf bis zehn Minuten stellen und vielleicht ein bisschen Musik an und los geht’s mit dem Aufräumen. Dabei gilt: wirklich nur aufräumen und nicht putzen. Sobald der Timer klingelt, ist Schluss. Ich bin jedes Mal überrascht, was sich in den paar Minuten schaffen lässt.

Wir nutzen dafür schon seit Jahren einen visuellen Timer, weil dann auch die Kinder gut sehen können, wie lange noch aufgeräumt wird. Außerdem hilft auch ein Korb, in dem alles eingesammelt werden kann und dann alles an den richtigen Platz aufgeräumt wird. Und wenn der Tag anstrengend war, dann bleiben die Dinge eben an dem Tag auch mal in dem Körbchen.

 

8. Zum Schluss noch etwas Wichtiges:

Fang‘ klein an. Such dir ein oder zwei Routinen aus, die sich für dich gerade machbar anfühlen, und probiere sie eine Zeit lang aus. Schau, was zu dir, deinem Alltag und deiner Familie passt, und dann kannst du  weitere Routinen Schritt für Schritt in deinen Alltag integrieren. Ordnung darf sich entwickeln, also nimm den Druck raus.

Du kannst dir deine Routinen auch sichtbar machen, zum Beispiel auf einem Zettel am Kühlschrank oder in einem Tagesplaner, in dem du priorisierst, was heute wirklich dran ist und was warten darf. Allein das nimmt oft schon viel Stress raus und hilft dabei, im Chaos nicht den Überblick zu verlieren. 

Wenn du mit der Zeit deine passenden täglichen Routinen gefunden hast, werden sie dir chaotische Tage wirklich erleichtern.

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